"Er hat in den letzten drei Wochen die schlimmsten Schmerzen gelitten", sagte seine Mutter DB Johnson-Cooper. Johnson hatte in Sarajevo als erster US-Amerikaner Olympisches Gold in einem Alpinbewerb geholt. Er siegte vor dem Schweizer Peter Müller und dem drittplatzierten Anton "Jimmy" Steiner, der damit Österreichs einzige Medaille bei diesen Spielen holte.

Wenige Wochen zuvor hatte Johnson als 23-Jähriger bei der Abfahrt in Wengen den ersten seiner drei Weltcup-Siege gefeiert und danach angekündigt, nun auch Gold bei Olympia holen zu wollen. Für die Spiele in Calgary 1988 verpasste Johnson die Qualifikation, zwei Jahre später beendete der "Super-Gleiter" seine Karriere.

2001 wagte Johnson im Hinblick auf die Winterspiele in Salt Lake City dann ein Comeback. Im Training zu den US-Meisterschaften stürzte er aber schwer und erlitt dabei schwere Hirnverletzungen. Er musste drei Wochen in ein künstliches Koma versetzt werden und litt danach an Folgeschäden. Unterstützt wurde er bei seiner Pflege auch von der Foundation von Franz Klammer, der Johnson im ersten Frust nach der Olympia-Abfahrt den Spitznamen "Nasenbohrer" verpasste.