Laut Ermittlungen der Polizei Salzburg soll ein 44-jähriger Pongauer am vergangenen Mittwoch seine 78-jährige Mutter erschossen haben. Die Leiche der Frau wurde am Freitag in der Jauchengrube des Bauernhofes in Bischofshofen, auf dem Mutter und Sohn gelebt hatten, von der Polizei entdeckt.
Die Schwester hatte ihre Mutter als vermisst gemeldet. Der Landwirt zeigte sich zur Tat geständig.
"Das Tatmotiv, das der Mann bei der Befragung angegeben hat, ist etwas verworren", sagte Polizeisprecher Hans Wolfsgruber. Er habe behauptet, seine Mutter sei vor zehn Jahren gegen eine andere Frau ausgetauscht worden. Gleichzeitig gab er an, sie sei schon so alt. "Er hat geglaubt, er müsse sie erlösen", sagte Wolfsgruber. Die Polizei nimmt eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Täters an. Seine Aussagen zum Tatablauf seien aber sehr präzise gewesen. "Er wusste, wo die Waffe ist und schilderte, wo er die Leiche entsorgt hatte", sagte der Sprecher der Polizei.
Die Polizei befragte den 44-Jährigen am Freitag gegen 20.00 Uhr, nachdem seine Schwester am Nachmittag ihre Mutter als vermisst gemeldet hatte. Bei der Befragung habe sich der Mann zunächst widersprüchlich zum Verschwinden der Mutter geäußert. Auf Nachfragen der Ermittler habe er die Tat zugegeben. Der Mann dürfte die Mutter am Mittwoch im Stall mit einer Flinte erschossen und ihre Leiche anschließend in die Jauchengrube geworfen haben. Dort wurde die Tote am Freitagabend auch mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr geborgen.
Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete die Obduktion der Frau und die Einlieferung des Beschuldigten in die Justizanstalt Puch-Urstein an. Das Landeskriminalamt Salzburg ermittelte weiter und befragte den Beschuldigten noch.