Eingeklemmt zwischen den beiden berühmten Gebirgsgruppen des Großglockners und des Großvenedigers, liegt die eher unbekannte Granatspitzgruppe. Der Hauptgipfel der Gruppe, der Große Muntanitz (3232 m), ist außerhalb von Osttirol nur wenigen Bergsteigern ein Begriff.

Dabei ist er bei trockenen, schneefreien Verhältnissen relativ einfach zu ersteigen. Einzige Hürde ist der lange Zustieg aus dem Matreier Tauerntal. Sobald man die schön gelegene Sudetendeutschen Hütte erreicht hat, ist der Weg zum Gipfel ein aussichtsreiches Genusserlebnis.

Vom Matreier Ortsteil Glanz führt der markierte Wanderweg hinauf zur Edelweißwiese. Hier genießen wir eine grandiose Aussicht auf die Marktgemeinde. Von der Blumenwiese schwenkt der Weg nach rechts in ein Hochtal und führt zur Steineralm.

Nun geht es über Almwiesen und Lawinenschutzwälder zur Schmelzhütte (Talstation Materiallift). Entlang des Steiner Baches führt ein Steig aufwärts zur Sudetendeutschen Hütte. Von dort geht es dann in nördlicher Richtung ansteigend und über sandiges Gestein hinauf zur Wellachscharte weiter.

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Ab hier wandern wir weiter dem markanten Grat folgend bis zum Kleinen Muntanitz. Auf dessen nördlicher Seite führt die Route durch einen seilgesicherten Kamin (I+) hinunter zu einem Sattel in Richtung Hauptgipfel. Für einen gemütlichen Ablauf der Tour ist die Übernachtung in der Sudetendeutschen Hütte sehr zu empfehlen.