Die Frage nach dem Brautkleid, das Kaiserin Elisabeth bei ihrer Hochzeit trug, beschäftigt bis heute Forschung. Denn es gibt keine offiziellen Bilder oder Nachweise, die das Kleid eindeutig beschreiben oder zuordnen. Ein bisher unbekanntes Gemälde könnte „Sisi“ in ihrer Brautaufmachung zeigen. Das Bild wurde am Donnerstag präsentiert und ist bis 31. Oktober in der Kaiservilla Bad Ischl zu sehen. Bewiesen, dass es tatsächlich die Kaiserin im Hochzeitsoutfit darstellt, ist es aber nicht.

1989 erwarb die Kaiserliche Wagenburg Wien von einer direkten Nachfahrin des Kaiserpaares eine Schleppe, die Teil von Sisis Brautkleid gewesen sein soll. Sie ist seit Jahren in der Wagenburg ausgestellt. Welches Kleid die Kaiserin dazu trug, ist aber ein 170 Jahre altes Rätsel. Als die Spanierin Silvia Santibáñez 2021 die Wagenburg besuchte, fielen ihr Ähnlichkeiten zwischen der Schleppe und einem Gemälde des Wiener Malers Josef Neugebauer auf, das sie im Schlesischen Landesmuseum Opava gesehen hatte, und sie machte Wagenburg-Direktorin Monica Kurzel-Runtscheiner darauf aufmerksam.

„Es ist die einzige bekannte Darstellung, auf der die Kaiserin jene Schleppe trägt, die laut Familientradition zu ihrem Brautkleid gehörte und die wir schon lange in der Wagenburg ausstellen“, so Kurzel-Runtscheiner. Allerdings: „Ob Sisi dieses prächtige Ensemble tatsächlich bei ihrer Trauung oder bei einer anderen wichtigen Gelegenheit getragen hat, kann derzeit trotz intensiver Forschungsarbeit nicht gesagt werden". Daher wird das Kleid unter dem Namen „Mystery Dress“ präsentiert.