Bei der Installation "Stigmata aus Großmannssucht", die im mumok noch bis zum 27. Mai in einem eigens dem Künstler gewidmeten Raum zu sehen ist, handelt es sich um ein mehrteiliges Werk, das u.a. aus einer 9,5 Meter langen, mit Eisennägeln beschlagenen Holzrutsche sowie zwei lebensgroßen Figuren besteht, die "in eine geheimnisvolle Zeremonie - eine Strafaktion, womöglich einen Folterprozess - verwickelt scheinen", wie es aus dem mumok heißt.

Der Sammler Alexander Schröder verfügt insgesamt über 30 zwischen 1990 und 2013 entstandene Arbeiten des 1966 geborenen Künstlers Althoff. 13 in Zusammenhang mit der Installation entstandene Zeichnungen gleichen Titels befinden sich heute in der Sammlung des MoMa in New York. "Ich freue mich sehr, dass sich Alexander Schröder entschieden hat, dem mumok dieses bedeutende Werk zu schenken", wird mumok-Direktorin Karola Kraus in der Aussendung zitiert. "Öffentliche Museen sind heute weltweit aus wirtschaftlichen Gründen kaum mehr in der Lage, das zeitgenössische Kunstgeschehen in ihren Sammlungen umfassend zu dokumentieren." Daher seien Kooperationen mit privaten Sammlern unerlässlich. "Diese Schenkung eines zentralen Werks aus meiner Sammlung ist Ausdruck meiner persönlichen Verbundenheit mit dem Haus und seiner Direktorin", so Schröder.