Die von Griechenlands Geldgebern geforderte Privatisierung der Häfen von Piräus und Thessaloniki verzögert sich weiter. Verbindliche Gebote für die Mehrheit an Griechenlands größtem Hafen Piräus müssten bis zum 30. November oder spätestens Anfang Dezember abgegeben werden, sagte der Chef der Privatisierungsbehörde, Stergios Pitsiorlas, der Zeitung "Kathimerini" am Samstag.

Die Festsetzung des Termins ist eine der Voraussetzungen für weitere Hilfsgelder der internationalen Gläubiger. Eigentlich wurde den Interessenten, zu denen die chinesische Cosco-Gruppe, der niederländische Hafenbetreiber APM sowie International Container Terminal Services mit Sitz auf den Philippinen zählen, bereits eine Frist für Gebote bis zum 30. Oktober gesetzt. Doch diese wurde Regierungsvertretern zufolge bereits um 20 Tage nach hinten verlegt. Die Frist für den Hafen in Thessaloniki werde auf Ende März von Anfang Februar verschoben, sagte Pitsiorlas.

Griechenland will dieses Jahr mit Privatisierungen 1,4 Milliarden Euro und nächstes Jahr 3,7 Milliarden Euro erlösen. Das Ziel für dieses Jahr werde wegen Verzögerungen bei dem geplanten Verkauf von 14 Regionalflughäfen an Fraport nicht erreicht, sagte Pitsiorlas. Die Summe für 2016 sei aber realistisch.